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Nachbericht: EWE Carrierer Conference 2026

Auftakt: Volles Haus und starke Partnerschaften in Oldenburg

Am 22. und 23. September 2026 fand in der Alten FleiWa in Oldenburg die diesjährige dibkom EWE Carrier Conference (DECC26) statt.  Gemeinsam luden EWE und dibkom Branchenexpert:innen, Netzbetreiber:innen, Carrier sowie Vertreter:innen aus IT und Consulting ein, um aktuelle Marktentwicklungen, Netzinfrastruktur-Strategien sowie Themen rund um Resilienz und Security zu diskutieren.  Die Veranstaltung war laut Organisatoren „restlos ausgebucht“, was die hohe Relevanz des Formats für die Branche unterstreicht.

Ein besonderer Dank gilt dabei den Sponsor:innen und Partner:innen, ohne die diese Veranstaltung in dieser Form nicht möglich gewesen wäre.  Zu den Unterstützer:innen der DECC26 zählten:

  • CONVIDIUS business solutions GmbH
  • CobiNet
  • GESBRO GmbH
  • InfraKoop GmbH
  • LATUS consulting AG
  • com GmbH
  • Sental
  • Wirtschaftsrat Recht

Auch weitere Partner wie Q-MEX Networks GmbH, consberry GmbH, M-net Telekommunikations GmbH, vitroconnect, Premium Connect und Nord Connect waren mit dabei und trugen maßgeblich zum Gelingen bei.

Der erste Veranstaltungstag startete um 12:00 Uhr mit der Registrierung und einem Welcome, gefolgt von der offiziellen Eröffnung durch Dr. Christian Friege (Vorstandsvorsitzender, EWE AG) und Jens Knobloch (Geschäftsführer, EWE TEL GmbH).  Maja Heidorn (EWE TEL) und Andreas Prestin (dibkom) stellten anschließend die Ziele und die Agenda der Konferenz vor und führten durch die ersten Fachvorträge und Use Cases, die bis zum Abendprogramm reichten.  Ein besonderes Highlight war das Abendevent mit Live-Musik von Big Daddy Wilson (Jazz & Blues), das für eine lockere Atmosphäre und viele gute Gespräche sorgte.



 

 

Zweiter Tag: Agilität, Führung und praktische Impulse

Der zweite Konferenztag am 23. September begann um 09:00 Uhr mit einem Imbiss. Die offizielle Eröffnung und Vorstellung des Programms übernahmen Steven Blount (EWE TEL) und Widar Wendt (dibkom), die auch die weiteren Sessions bis zum offiziellen Abschluss um 12:45 Uhr moderierten.  Ein inhaltlicher Schwerpunkt des zweiten Tages lag auf dem Thema „Agilität & Führung im Transformationsumfeld“, passend zu den aktuellen Herausforderungen der Telekommunikationsbranche.

Praktische Impulse kamen unter anderem von Thorsten Anding (LATUS consulting AG), der als Sponsor vor Ort war und zum Thema „Time to Revenue – KPI für Business Impact“ sprach.  Auch Dr. Markus v. Voss (purtel.com GmbH) brachte mit seinem Vortrag zur  „Glasfaserbewirtschaftung 2.0“ einen konkreten Beitrag zur Open-Access-Diskussion ein.

Die Veranstaltung endete mit einem Fazit und einem Question & Answer-Format, in dem die Teilnehmenden noch einmal direkt mit den Speakern und Organisatoren ins Gespräch kommen konnten.

Dank an alle Beteiligten

Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die zum Gelingen der DECC26 beigetragen haben – den Speaker:innen, den Teilnehmenden und insbesondere dem gesamten Organisationsteam von EWE und dibkom.  Die Zusammenarbeit zwischen den Teams war laut Rückmeldungen „topp“, und das Event selbst wurde als „mega gut“ bewertet. Auch die Resonanz aus der Leitungsebene sowie die positive Stimmung vor Ort haben gezeigt, dass das Format genau den richtigen Nerv trifft.

Besonderer Dank gilt dabei Maja Heidorn und Steven Blount (EWE TEL) sowie Widar Wendt und Andreas Prestin (dibkom) für die professionelle Organisation und die Gastfreundschaft.  Wie es von Seiten der Teilnehmenden hieß: „Mit dieser schönen Resonanz vor Ort und auch aus eurer Leitungsebene.“  Die Organisatoren gaben das Lob gerne zurück: „Und wir können es nur zurückgeben – ein sehr schöner Event mit sehr starker Resonanz! DECC27 kann kommen.“

Das Feedback der Teilnehmenden war durchweg positiv: Gelobt wurden die hervorragende Organisation, die spannenden Themen und die vielen Möglichkeiten zum persönlichen Austausch. Auch die Themen Open Access, Partnerschaften und effiziente Prozesse wurden als besonders relevant hervorgehoben.

 

Gastbeitrag: Fachkräftemangel als Engpassfaktor

Gastbeitrag von Dariusz Opitek, Gründer & Geschäftsführer von Kursmap

Dariusz Opitek schreibt über Weiterbildung, digitale Lösungen und aktuelle Entwicklungen im Bildungsbereich. Sein Ziel ist es, Menschen dabei zu unterstützen, passende Angebote einfach und transparent zu finden.

Fachkräftemangel in technischen Branchen: die aktuelle Lage

Wer heute einen erfahrenen Glasfasermonteur oder eine Elektrofachkraft sucht, wartet oft Monate auf eine passende Bewerbung. In vielen technischen Berufen bleiben Stellen so lange offen, dass Projekte verschoben oder abgesagt werden. Das betrifft den Breitbandausbau ebenso wie die Energiewende und die Industrieproduktion.

Besonders angespannt ist die Lage in Bereichen, in denen mehrere Entwicklungen gleichzeitig zusammenkommen. Der demografische Wandel sorgt dafür, dass geburtenstarke Jahrgänge in Rente gehen, während weniger junge Menschen nachrücken. Gleichzeitig verändert die Technik die Anforderungen: Glasfaser ersetzt Kupfer, Wärmepumpen ersetzen Gasheizungen, Steuerungstechnik wird digital.

Das Problem ist also nicht nur, dass Menschen fehlen. Es fehlen Menschen mit den richtigen, aktuellen Kenntnissen.

Betroffen sind quer durch die Branchen vor allem Berufe an der Schnittstelle von Handwerk und Technik: Netztechnik, Fernmeldetechnik, Elektroinstallation, Anlagenbau. Wer hier ausgebildet wurde, aber seit zehn Jahren nichts Neues dazugelernt hat, stößt schnell an Grenzen. Genau deshalb rückt Weiterbildung vom Nebenthema zum Engpassfaktor.

Qualifizierung als Schlüsselbegriff: Konzepte und Rahmenbedingungen

Rund um das Thema kursieren viele Begriffe, die schnell verschwimmen. Fachkräftesicherung meint alle Maßnahmen, mit denen ein Unternehmen sein Personal langfristig hält und aufbaut. Weiterbildung ist ein Teil davon, aber nicht der einzige.

Zwei englische Begriffe tauchen dabei ständig auf, und der Unterschied ist wichtiger, als er klingt. Beim Upskilling baut man auf vorhandenem Können auf und vertieft es, etwa wenn eine Elektrofachkraft zusätzlich Glasfaserspleißen lernt. Reskilling bedeutet dagegen einen echten Wechsel: Ein Monteur aus der Kupfertechnik qualifiziert sich komplett für ein neues Aufgabenfeld um.

Der Unterschied entscheidet über Aufwand und Dauer der Maßnahme.

Wichtig ist die Abgrenzung zur Erstausbildung. Wer bereits einen Beruf gelernt hat, braucht keine neue Lehre, sondern gezielte berufliche Weiterbildung, die auf dem vorhandenen Wissen aufsetzt. Genau hier greifen auch Fördermöglichkeiten. Für berufliche Weiterbildungen können unter bestimmten Voraussetzungen Fördermöglichkeiten der Bundesagentur für Arbeit oder ergänzende Programme der Länder in Betracht kommen. Förderfähigkeit und Antragstellung sollten stets vor der Buchung mit der zuständigen Stelle und dem Bildungsanbieter geklärt werden. Dazu kommen der gesetzliche Bildungsurlaub in den meisten Bundesländern und Zuschüsse für Betriebe.

Verantwortung tragen beide Seiten. Unternehmen müssen Zeit und Budget bereitstellen, Beschäftigte müssen die Angebote auch nutzen. Wo nur eine Seite mitzieht, verpufft der Effekt.

Weiterbildung im Arbeitsalltag technischer Fachkräfte umsetzen

Der erste Schritt ist unbequem: Es muss ehrlich benannt werden, wo die Lücke liegt. Ein Monteur, der seit Jahren solide Kupferkabel verlegt, sagt sich ungern, dass ihm bei Glasfaser die Praxis fehlt. Genau diese Selbstauskunft entscheidet aber darüber, ob die nächste Weiterbildung etwas bringt oder nur Zeit kostet.

Für Führungskräfte lohnt sich ein nüchterner Blick auf die kommenden Projekte. Welche Aufträge stehen an, und welche Kenntnisse fehlen im Team dafür? Wer das früh klärt, muss später nicht teuer über Subunternehmer einkaufen, was er selbst hätte abdecken können.

Die eigentliche Kunst liegt darin, das Lernen in den Arbeitsalltag zu bringen, ohne dass die Baustelle stillsteht. Einige Formate haben sich in technischen Berufen bewährt:

  • Berufsbegleitende Kurse in Blockwochen, bei denen für eine Woche freigestellt wird und danach wieder voll im Einsatz gearbeitet werden kann.
  • Modulare Angebote, die Baustein für Baustein absolviert werden, statt monatelang am Stück zu pausieren. Das passt besonders gut, wenn im Betrieb saisonale Auftragsspitzen dazwischenfunken.
  • Praxisnahe Präsenzschulungen, weil sich Spleißen, Messen oder Montage nun einmal schlecht rein am Bildschirm lernen lassen.

Motivation entsteht selten aus einem Appell, sondern aus einem sichtbaren Nutzen. Wer nach einem Kurs eine Aufgabe übernehmen darf, die vorher nicht möglich war, bleibt dran. Deshalb sollte auf jede Qualifizierung möglichst schnell echte Praxis folgen. Ein Zertifikat, das ein halbes Jahr ungenutzt in der Schublade liegt, verliert seinen Wert erstaunlich schnell.

Weiterbildungsangebote bewerten und die richtige Wahl treffen

Der Markt ist unübersichtlich, und nicht jedes Angebot hält, was der Prospekt verspricht. Bei technischen Weiterbildungen zählt vor allem eines: Wird am Ende geprüft, und was ist der Nachweis wert? Ein Qualifikationsnachweis mit nachvollziehbaren Lernzielen, praktischen Anteilen und einer dokumentierten Prüfung kann gegenüber Auftraggebern und Netzbetreibern einen wichtigen Kompetenznachweis darstellen. Eine reine Teilnahmebescheinigung ohne Prüfung tut das kaum.

Der Praxisbezug ist das zweite Kriterium, an dem sich die Spreu vom Weizen trennt. Bei Glasfaser oder Netztechnik sollte gefragt werden, wie viel Zeit tatsächlich am Gerät verbracht wird und mit welchem Material gearbeitet wird. Kurse, die vor allem Folien zeigen, bringen für die Montage wenig. Passende, geprüfte Formate finden sich gebündelt in der Übersicht der Glasfaser-Kurse, wo sich Anbieter und Zeitmodelle gut vergleichen lassen.

Ein häufiger Fehler ist es, kurzfristige Schulung mit strategischer Qualifizierung zu verwechseln.

Eine kompakte Produkt- oder Anpassungsschulung erfüllt einen anderen Zweck als eine umfassende Grundqualifizierung. Entscheidend ist, dass Lernziel, Umfang, praktische Übungen und Prüfung zum vorgesehenen Einsatzbereich der Teilnehmenden passen. Wer den Unterschied nicht macht, wundert sich, warum die frisch geschulte Kraft die anspruchsvollen Arbeiten trotzdem nicht allein hinbekommt. Zusätzlich sollte geprüft werden, ob der Anbieter Förderung wie den Bildungsgutschein akzeptiert. Das entscheidet oft darüber, ob eine Maßnahme finanziell überhaupt infrage kommt.

Einstieg in die technische Weiterbildung: Empfehlungen und Kurse

Der sinnvollste Einstieg hängt stark davon ab, ob bereits eine technische Grundausbildung mitgebracht wird oder ob aus einem anderen Feld quereingestiegen wird. Für ausgebildete Elektro- oder Fernmeldetechniker geht es meist um Vertiefung in einer konkreten Zukunftstechnologie. Für Quereinsteiger steht dagegen zunächst eine breitere Grundqualifizierung an, bevor Spezialisierung überhaupt Sinn ergibt.

Vor der Kursbuchung lohnt sich eine kurze, ehrliche Bedarfsanalyse: Welche Aufträge sollen künftig abgedeckt werden, und welche Kenntnisse fehlen dafür konkret? Diese Frage beantwortet sich oft von selbst, wenn die Ausschreibungen der eigenen Region angesehen werden. Glasfaser und Netzausbau tauchen dort seit Jahren auffällig oft auf.

Qualifizierung im Glasfaserausbau endet nicht bei Montage und Messtechnik. Ebenso wichtig sind Kompetenzen in Planung, Tiefbau, Bauüberwachung, Dokumentation, Abnahme und Roll-out-Management. Unternehmen sollten deshalb nicht nur einzelne Tätigkeiten betrachten, sondern für ihre Beschäftigten nachvollziehbare Qualifizierungspfade entlang des gesamten Ausbauprozesses entwickeln.

Für den Bereich Glasfaser und Fernmeldetechnik ist ein Kurs wie LWL-Monteur:in Fernmeldetechnik – Telekom ein guter Startpunkt, weil er Grundlagen und praktische Montage verbindet und mit einem anerkannten Nachweis abschließt. Wer sich vorher einen breiteren Überblick über technische Qualifizierungen verschaffen möchte, wird in der Kursübersicht des Anbieters fündig und kann Formate und Termine gegeneinander abwägen.

Wichtiger als die perfekte Kurswahl ist, dass das Gelernte danach auch angewandt wird. Eine Qualifizierung ohne anschließende Praxis bleibt Theorie, egal wie gut der Kurs war. Wer diesen Schritt mitplant, macht aus einer Weiterbildung tatsächlich einen Vorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Transparenzhinweis: Der Autor ist Gründer und Geschäftsführer von Kursmap.
Die im Beitrag genannten Kursmap-Links führen zu einer von ihm betriebenen Weiterbildungsplattform.